Eine wahre Geschichte
Es sollte eigentlich eine Schitour werden die allen in positiver Erinnerung bleiben sollte, da der Berg Ararat das Wimbledon der Schitourengeher ist (der Berg ist tatsächlich wuchtig und imponierend!). Unsere Reise (speziell am Ararat) wurde aber ein Höllentrip der besonderen Art, die uns fast das Leben gekostet hätte (Angelika, Gerold und Wolfgang).
Ein deutscher Schibergführer (es hat sich dann im Nachhinein herausgestellt, dass er kein geprüfter Schibergführer ist) und zwei staatlich geprüfte Schibergführer der türkischen Förderation sollten uns zuerst am Mt. Artos, am Mt. Süphan und dann am Ararat führen (nur am Ararat waren 3 Schibergführer anwesend!).
Um 03:00 Uhr Früh begann am Gipfeltag die Schitour und wir gingen zuerst von 3.500 m auf 4.100 m. Nach einer Rast ging es dann zum zweiten Rastplatz auf 4.600 m. Danach gingen wir, bei schlechter werdenden Bedingungen, auf das Plato des Berges – ca. 110 m vor dem Gipfel (5,137 m). Die Schitour wurde dann von den türkischen Schibergführern als abgebrochen erklärt und wir machten uns für die Abfahrt fertig.
Während der Vorbereitungsarbeiten zur Abfahrt wurde uns mitgeteilt, dass der erste türkische Schibergführer mit einer kleinen Gruppe von 4 Personen abfahren möchte und wir 3 sollten auf den anderen Schibergführer warten, der sich angeblich 50 m näher zum Gipfel befand. Wir wollten das natürlich nicht, haben das auch lautstark artikuliert, aber die Gruppe ist einfach abgefahren!
Der zweite türkische Schibergführer, der 3 Personen weiter vorne abholte, ist dann mit GPS abgefahren und ist somit nicht mehr an der Stelle vorbeigekommen an der wir warteten – eine fatale Fehlentscheidung der Schibergführer! Der deutsche Schibergführer ist sicherheitshalber bei 4.500 m geblieben, um mit den Ersten der Gruppe in das Tal zu fahren – eine weitere Fehlentscheidung!.
Erst im Basislager auf 2.900 m wurde den drei Schibergführern bewusst (die Gruppe wurde anscheinend nie auf Vollständigkeit abgezählt), dass 3 Tourenteilnehmer fehlen. Der Lebensgefährte von Angelika sagte: „Wo ist Angelika und wo sind Wolfgang und Gerold.“ Dann begann das Chaos!
Wenn sie mehr nachlesen möchten, finden sie eine Kurzversion, sowie eine Langversion des Reiseberichtes Ararat unter dem Punkt Chronologie der Ereignisse.
KommR Mag. Wolfgang P. Stabauer MBA


Gute Idee
Lieber Harald Bichler,
das ist die einzige Möglichkeit um den Missstand aufzuzeigen, ohne kreditschädigend zu agieren. Wir wissen sonst nicht, wie wir uns helfen sollen. Die deutsche Agentur hat sich vorerst ungeschickt verhalten und die türkische Agentur glaubt, dass man ihr ohnehin nicht ankann weil sie sich in einem Nicht-EU-Land befinden.
Im Nachhinein haben wir erst erfahren, dass die Bergführer der türksichen Förderation nicht dem internationalen Verband angehören – im internationalen Verband sind die Ausbildungsrichtlinien einheitlich geregelt.
Wolfgang Stabauer
= einfach eine Sauerei!!!
Sehr geehrter Herr Puffer,
Sie haben recht, es ist eine Sauerei. Wenn man betrachtet mit welchem Einsatz wir vorgehen müssen, um unser Recht durchzusetzen ist es erst recht eine Sauerei.
Wolfgang Stabauer
Lieber Herr Magister Stabauer,
ich habe von dieser furchtbaren Geschichte im Radio gehört – jedoch bin ich zu spät eingestiegen um zu begreifen, daß SIE dabei waren.
Zu allererst freue ich mich, daß es Ihnen dennoch gut geht – der liebe Gott schützt ja doch die Braven
Eine Sauerei von den Führern, manchmal ist es reine Abzocke und keinerlei Verantwortung – sichtlich auch in Ihrem Fall.
LG Irene Schrack
Sehr geehrte Frau Schrack,
Sie können sich auf der Homepage alle Radio- und TV-Berichte in aller Ruhe ansehen bwz. werden wir laufend über den aktuellen Stand der Sache berichten. Derzeit versucht unser Anwalt mit der deutschen und türksichen Agentur zu kommunzieren um unsere Ansprüche durchzusetzen. Wenn Sie sich den Punkt “rechtliche Aktivitäten” lesen, sehen Sie dass das nicht so einfach ist.
Natürlich ist das Ganze eine Sauerei und es ist eine absolute Schande, wenn die Bergführer sowie ihre Agenturen und der deutsche Reiseveranstalter die Verantwortung nicht übernehmen. Der deutsche Veranstalter sollte sich der Situation nicht so einfach entziehen, da er einen Skibergführer beworben hat, der keiner ist – bei österr. Staatsbürgern hätte das fatale Konsequenzen.
Wolfgang Stabauer
Lieber Wolfgang!
tut mir sehr leid für euch; hoffe dass die Verantwortlichen Ihre gerechte Strafe dafür erhalten…
lg Mario Hartl
Hallo Mario Hartl,
danke für Ihre Stellungnahme, ob die Verantwortlichen in welcher Form bestraft werden können (zivilrechtlich oder strafrechtlich) können wir derzeit nicht beurteilen. Wir werden aber sicher das Ganze zu Ende führen, damit in Zukunft so etwas nicht mehr passieren kann. Einfach wird das Ganze nicht!
LG
Wolfgang Stabauer
Lieber Wolfgang,
im Radio habe ich ein einziges Mal zeitig in der Früh und schlaftrunken eine Meldung mit einem Bericht wahrgenommen, in dem ein kurzes Interview mit dir ausgestrahlt wurde. Wirklich aufmerksam wurde ich erst, nachdem dein Name genannt wurde. Andernfalls hätte ich es mit Achselzucken gar nicht wirklich wahrgenommen, wie so viele Nachrichten, die man täglich hört. Deine Stimme hat mir dann bestätigt, dass du es bist.
Die Sache ist echt schlimm! Das einzig wirklich Erfreuliche dabei ist, dass ihr keinen körperlichen Schaden genommen habt.
Toi, toi, toi und liebe Grüße
Peter Rosenbichler
Hallo Peter,
körperlich sind wir fast alle fit (bei mir sind die Erfrierungen in den Füßen noch nicht ganz abgeklungen aber sonst ist alles OK) und das was noch übrig ist, wird sich auch kurzfristig lösen. Es stimmt, die Medien haben sich mit diesem Thema ernsthaft befasst, da es für viele unglaublich und einzigartig war. Auf der Homepage werden über neue Erkenntnisse laufend informieren.
Wolfgang Stabauer, Gerold Gusenbauer, Angelika Sonnweber
Hallo Hr.Stabauer,
ich finde es eine ausgesprochene Verantwortungslosigkeit von diversen ORGANISATIONEN die sich Bergführer nennen und nicht einmal im Ansatz
eine solche Ausbildung haben.Das muß unbedingt aufgezeigt werden und an die
Öffentlichkeit kommen um noch Schlimmeres zu verhindern.Gott sei Dank sind
Sie wieder wohlbehalten nach Hause gekommen,ich war sehr schockiert über
Ihren Bericht und hoffe das diese Geschichte zu einen positiven Ausgang für alle
führt.
Ich wünsche Ihnen viel Glück bei Ihrem Vorhaben.Liebe Grüße Dagmar Medlitsch
Sehr geehrte Frau Medlitsch,
hinsichtlich der Verantwortungslosigkeit kann ich Ihnen nur zustimmen. Der deutsche Bergführer, der in Österreich lebt, hat tatsächlich keine Ausbildung zum Bergführer und hat uns in der Türkei am 1. Tag auf einen Berg mit 3.600m geführt dann auf einen Berg mit 4.050 m und anschl. war der am Ararat dabei. Die türkischen Bergführer sind angeblich staatlich geprüft (wir konnten das nicht überprüfen), wobei aber festzuhalten ist, dass die türkische Förderation der Bergführer nicht dem internationalen Verband angehört – wir sind der Meinung das österreichischen/deutschen Bergführern so etwas niemals passiert wäre.
Wolfgang Stabauer
Es gibt natürlich menschliches Versagen und Fehler, welche begangen werden – jedoch sollte man erwarten, dass diese Fehler wieder gut gemacht werden und nicht einer auf den andern die Schuld schiebt. Eine Wiedergutmachung und Verbesserung sollte selbstverständlich sein, sowie auch das einfache Wort “Entschuldigung”.
Ich hoffe, dass diese Angelegenheit gerecht geregelt wird und wünsche mir, dass daraus gelernt wird – sowie Einsicht betreffend der Fehler erlangt wird.
Jedenfalls hoffe ich, dass nun ein Umdenken stattfindet und keine weiteren Personen zu schaden kommen werden.
Danke für die detaillierte Information.
lg
T.S.
Hallo sugar4free (wir kennen Ihren Namen leider nicht),
natürlich gibt es im ganzen Leben menschl. Versagen und eine Wiedergutmachung ist eigentlich auch normal. Wenn man sich aber die Antworten der türksichen bzw. speziell der deutschen Agentur durchliest, kommt man auf den Gedanken, dass wir drei Schuld sind, dass wir überhaupt am Berg waren. Von den beiden Agenturen gibt es leider keine klare Stellungnahme.
Ob die türkischen Agenturen aus diesen Fehlern lernen, können wir nicht beurteilen, wobei die deutsche Agentur mit Sicherheit nicht mehr einen Bergführer bewirbt, der keiner ist, da sich dadurch Haftungen ergeben. Wir drei Betroffenen haben das Meiste aus dieser Situation gelernt, die deutsche Agentur wird sicher besser prüfen, ob auch die türksiche Agentur in Zukunft umdenkt, kann aus derzeitiger Sicht eher bezweifelt werden – leider!
Liebe Grüße
Wolfgang Stabauer
Lieber Wolfgang,
ich war schockiert, als ich erfahren habe, was Euch passiert ist. Noch schockierender ist aber die Tatsache, dass sich jetzt alle Verantwortlichen “abputzen” wollen.
Als Hobbysportler zahlt man teures Geld für angeblich “professionelle” Agenturen und angeblich gut ausgebildete Guides, um sicher und wohlbehalten auf den Berg und zurück zu kommen, nicht um auf sich alleingestellt ums bloße Überleben zu kämpfen, 17 h unter extremsten Bedingungen und in Lebensgefahr auf einem Berg herumzuirren. So etwas darf nicht passieren, und die Verantwortlichen müssen zur Verantwortung gezogen werden.
Vor allem aber sollen andere Menschen vor den Machenschaften solch verantwortungsloser Abzocker rechtzeitig gewarnt werden, ihnen muss das Handwerk gelegt werden, bevor wieder etwas passiert und vielleicht Menschenleben zerstört. Ich würde sehr begrüßen, wenn auch über den Alpenverein eine Information an alle Mitglieder hinausgeht.
Es ist ein Geschenk, dass ihr das überhaupt überlebt habt, ich hoffe, ihr könnt diese schrecklichen Ereignisse irgendwann verarbeiten.
Liebe Grüße – und Berg heil!
Hallo Monika,
ja es ist wirklich traurig, dass sich die Verantwortlichen mit uns spielen und keine klaren Worte finden. Die türkische Agentur reagiert überhaupt nicht vernünftig, da sie glaubt sich verstecken zu können. Dies ist natürlich ein Irrtum, da unser Anwalt über die türkische Botschaft in Österreich und über die Botschafterin in Ankara um Hilfe bittet. Vielleicht ist der Agentur das peinlich? Die deutsche Agentur wirbt immer noch mit Bergführern der türkischen Förderation, die angeblich wiederum ausbildungsmässig nicht dem internationalen Standard entsprechen.
Ob das ein Abzocken seitens der Agenturen ist, kann ich nicht beurteilen, da ich deren Geschäftsfelder nicht kenne – wir wurden auf jeden Fall nicht korrekt behandelt.
Die Aufarbeitung der Ereignisse ist schwierig, schreitet aber voran.
Schönen Tag noch, liebe Grüße Wolfgang
Lieber Wolfgang,
solche Dinge kennt man sonst nur aus Romanen (und schlechten Filmen); wenn ein nahestehender Mensch betroffen ist, macht das einen sehr nachdenklich; leider treibt die Geldgier manche Unternehmen zur Verantwotungslosigkeit, umso schlimmer, wenn es Unternehmen sind, die mit naturnahen Erlebnissen werben. Ich verstehe deshalb die Motive, das nicht auf sich beruhen zu lassen, sehr gut und wünsche dir/euch in der Durchsetzung eurer Ziele viel Erfolg!!!!
Viele Grüße! Bernhard
Hallo Bernhard,
es ist richtig, dass man solche Dinge normalerweise nur aus Romanen kennt. Vor zwei Wochen wurde ich aus Paris kontaktiert, da es einen Schriftsteller gibt, der vor 20 Jahren ein Buch über ein ähnliches Ereignis geschrieben hat, das nicht so glimpflich verlaufen ist. Er hat mir geschrieben, dass es unglaublich ist, wie realitätsnahe er damals aus der Phantasie heraus etwas beschrieben hat, was uns tatsächlich passiert ist. Wir alle haben von ihm ein Buch geschenkt bekommen, damit wir die Geschichte nachlesen können.
Zu deiner Aussage bezüglich “Geldgier” kann ich nur sagen, dass eine türkische Agentur am Markt billiger auftritt, als österreichische oder deutsche Agenturen. Eine Buchung in der Türkei direkt ist um ca. 500 Euro billiger, als eine Buchung über Deutschland ??? Wenn man dieses Geld in gut ausgebildete Bergführer investieren würde, wäre es sicher besser – aber hier spielt das Geschäftemachen eine große Rolle.
Letzte Woche konnte ich mit einer österreichischen Agentur über dieses Problem reden, wobei die natürlich “sauer” sind, über derartige Vorgehensweisen. Hier kommt deine Vermutung sicher zum tragen. Diese Möglichkeit ist die einzige Chance um die Situation aufzuzeigen, damit sowas anderen Menschen nicht auch noch passiert.
Schönen Tag, Wolfgang
sehr geehrter hr stabauer,
mit verwunderung lese ich die unterlagen dieser homepage. speziell stelle ich mir die frage, wie kann eine deutsche agentur die angeblich weltweit arbeitet, es zulassen, dass sie einen „schibergführer“ beschäftigt der gar keiner ist – wird denn heutzutage nichts mehr überprüft? weiters wundert mich bei dieser agentur, dass sie bergführer der türkischen förderation beschäftigen, die nicht dem internationalem verband hinsichtlich ausbildung angehören – das ist pfusch! der agentur ist doch bekannt, dass es eine bösen zwischenfall gegeben hat, aber heute konnte ich noch lesen, dass sie die reise am ararat mit den türkischen reiseführern anbieten!
ich habe einen guten freund als anwalt der sich im reisebürobereich spezialisiert hat – stellt doch dass werbematerial auf die homepage und ich kann viellecht helfen und tipps geben, wie ihr zu eurem recht kommt? dass das durchsetzten der ansprüche schwer wird, ist mir leider klar. ich wünsche euch 3 beteiligten alles gute und viel erfolg. gratuliere für den mut zur veröffentlichung dieser kausa!
lg wolfram baumgärtner
Sehr geehrter Herr Baumgärtner,
die deutsche Agentur wirbt auf ihrer Homepage immer noch mit den türkischen Bergführern und wird dies wahrscheinlich aus Ertragsgründen nicht ändern. Deutsche/österreichische Bergführer haben eine andere Honorarbasis und somit würde weniger übrig bleiben. Den Rest können Sie sich selber denken? Der deutsche Schibergführer, der kein Bergführer ist, muss mit einer Anzeige bei der Bezirkshauptmannschaft und bei den österreichischen Bergführern rechnen. In Tirol gibt es einen Bergführer der sich darüber sehr aufregt und wird dies nicht auf sich beruhen lassen.
Die türkische Förderation der Bergführer bemüht sich seit längerem in den internationalen Verband aufgenommen zu werden. Im Herbst gibt es eine internationale Sitzung, bei der angeblich unser Fall diskutiert wird bzw. werden die Türken dort Erklärungsbedarf haben. Die türkischen Bergführer können sich also bei der türkischen Agentur bedanken, die mit uns am Berg war. Diese Qualität ist sicherlich nicht internationales Niveau, da kein gut ausgebildeter seine Schäfchen am Berg “vergisst”.
Das Durchsetzen der Ansprüche wird sehr schwierig, wobei am Montag, den 27.Juni 2011 die Klage gegen die deutsche Agentur eingebracht wird. In der Türkei dauert es leider etwas länger.
Danke für Ihren Eintrag bzw. wünschen wir Ihnen einen schönen Tag
Hallo Herr Stabauer!
Mit großem Interesse habe ich Ihren Horrortrip in den Medien verfolgt, eine ganz schlimme Geschichte, man hält den Atem an, wenn man dies alles liest und freut sich dennoch, dass es so “glimpflich” für Sie alle ausgegangen ist – das Glück ist Ihnen – trotz scheinbarer Ausweglosigkeit – zur Seite gestanden. Ich kann mir vorstellen, dass diese Begebenheit eine enorme, psychische Belastung für Sie war, ein Albtraum, den man wohl nie vergisst! Die besten Wünsche für diesen Kampf und meine Hochachtung dafür, dass Sie weitere, auch rechtliche Schritte unternehmen und alles publik machen, denn nur so kann man diesem Humbug den Garaus machen, so etwas sollte nie wieder passieren!
Alles Gute, mit lieben Grüßen
Alexandra Schnellinger
Sehr geehrte Frau Schnellinger,
ja das ist eine schlimme Geschichte, die wir drei erst aufarbeiten müssen. Unser Hausverstand, großes Glück und unsere ausgezeichnete körperliche Verfassung, hat dazu geführt, das dies wie Sie sagen “glimpflich” verlaufen ist. Dieses Ereignis zu vergessen ist nahezu unmöglich, wobei wir alle drei professionell betreut werden.
Wenn Sie sich die Eintragungen und unsere Kommentare durchlesen, ist es fast unmöglich, dass diese Agenturen so weiterarbeiten können wie bisher – wissen kann man das aber nicht. Unser oberstes Ziel ist es natürlich, den Missstand aufzuzeigen und der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen – das ist uns bis jetzt sehr gut gelungen, da wir auch hier gut betreut werden. Es ist wichtig, das man Freund hat, die so eine Homepage erstellen und warten und dafür nichts verlangen – das nennt man Freundschaft.
Wir wünschen einen angenehmen Tag!
Wolfgang Stabauer
hallo hr.stabauer
mit großer verwunderung lese ich die berichte in der homepage – das ist schon ein starkes stück von den angeblichen bergführern. ein solches fehlverhalten hab ich überhaupt noch nie erfahren. die österreichischen bergführer müssen ja fast eine 2 ½ jährige ausbildung machen und können dann wie im tv-bericht von konkret zur verantwortung gezogen werden. haftet ein deutscher auch wie die österreichischen bergführer?
im normalen leben eines bergführers heisst es doch immer, der bergführer ist der letzte und nicht der erste der abfährt. dass die gruppe dann auch nicht einmal abgezählt wurde, ist der nächste skandal. wie kann man von 5.020 abfahren auf 2.900 in das basislager und erst dann feststellen, dass 3 personen fehlen? den deutschen bergführer könnt ihr sicher zur verantwortung ziehen, denn in österreich gelten ja ähnliche gesetzte wie in deutschland.
habe auch einen freund in der reisebürobranche und der meint, dass die deutsche agentur voll haftet mit der werbung des schibergführers der keiner ist – vorausgestzt dass stimmt. viel erfolg bei der einforderung eurer ansprüche. werde die homepage regelmäßig besuchen um informiert zu sein.
lg christian
Sehr geehrter Herr Egger,
wir haben sehr viele Informationen hinsichtlich der fast 2,5 jährigen Ausbildung sowie abschliessenden Prüfung für internationale Bergführer bekommen. Der Standard ist sehr hoch, was wiederum den Gruppen die am Berg geführt werden zu Gute kommt. Uns wundert es natürlich sehr, dass die aktiven Bergführer die Gruppe beim ersten Zusammentreffen auf ca. 4500 m nicht auf Vollständigkeit abgezählt haben. Dann auf 2900 m abzufahren und erst dort zu merken, dass jemand fehlt ist absolut irre, aber Realität. Die drei Bergführer waren einfach unkoordiniert und versuchen dann noch uns die Schuld in die Schuhe zu schieben.
Gerne nehmen wir Ihre Hilfe betreffend Reisebüro-Branchenkenntnisse in Anspruch und bitten Sie um Kontaktaufnahme unter Mobilnummer 0699/13 14 13 15. Wir werden Sie dann mit unserem Anwalt in Verbindung bringen.
Danke für Ihre Mühe und angebotene Hilfe!
Wolfgang Stabauer
Hallo Herr Stabauer,
Ihr Bericht deckt sich mit meinen Erfahrungen mit dem Reisebüro, ich war dieses Jahr am Aconcagua, nachdem wohl einige Reiseteilnehmer von der Buchung zurückgetreten waren, wurden wir gefragt, ob wir auch zu viert Reisen würden, was zumindest von meiner Seite und drei anderen Reiseteilnehmern bejaht wurde. Acht Tage vor Abflug erhielt ich dann die Information über die Reiseteilnehmer, die wir eigentlich schon vier Wochen eher bekommen sollten. Einer unserer Teilnehmer stand kurz vor seinem vierundsiebzigsten Geburtstag und wollte hoch – ein Rücktritt mit dieser Begründung ist ja schwer möglich – aber Altersrekorde sollten nicht auf Kosten anderer Reiseteilnehmer durchgeführt werden. Leider wurden meine Befürchtungen war und der eitle ältere Mann starb auf 6500 Meter und rollte dann ein Stück den Berg hinab. Dazu aber später noch mehr.
Sehr geehrter Herr Michel,
danke für Ihren Eintrag hinsichtlich Ihrer Erfahrungen mit der deutschen Reiseagentur. Einen 74-jährigen Mann auf einen hohen Berg mitzunehmen ohne das er trainiert ist, kann wie man sieht schlimme Folgen haben. Für die Hinterbliebenen ist das natürlich ein Jammer bzw. auch für die anderen Reiseteilnehmer. Aus Ihren Aussagen könnte man ableiten, dass heutzutage um jeden Preise Geschäft gemacht wird – wenn das so ist, ist das eine Schande.
Ich kann Ihnen mitteilen, dass das Reisebüro nun endlich unsere Forderung der eigenen Haftpflichtvericherung gemeldet hat, wobei diese jetzt den Sachverhalt prüft. Hoffentlich kann die Sache schnell erledigt werden. Ist aus Ihrer Situation auch eine Haftungsproblematik entstanden?
Wir freuen uns über weitere Berichte von Ihnen.
Wolfgang Stabauer
Hallo,
Ich war im Jahr 2009 auf dem Gipfel des Ararat und dem Süphan.
Mit Spannung habe ich euren Bericht hier gelesen; krasse Nummer !
Für all die, die jetzt vielleicht abgeschreckt sind, kann ich aber sagen, dass der Berg mit einem richtigen Bergführer technisch keiner Herausforderung ist.
Wir hatten sogar 30 Grad unter null.
Umso unverständlicher ist eure dramatische Geschichte !
Die Verantwortungslosigkeit der Ski/Bergführer ist fassungslos.
Grüße,
Hier könnt ihr meinen Bericht nachlesen:
http://blog.vadimschober.com/blog/category/mount-ararat/
Vadim
Lieber Vadim Schober,
ich hoffe das unsere Geshichte nicht abschrecken war bzw. habe ich mehrmals berichtet, dass für mich persönlich der Ararat das Wimbledon der Skitourengeher ist und das ich diesen Berg äußerst beeindruckend finde (das gilt auch für Süphan und Artos). Natürlich hast du mit der Aussage “mit einem gut ausgebildeten Bergführer ist die Begehung kein Problem” vollkommen recht. Als Vorbereitung waren wir am Großglockner und Großvenediger und konnten somit genau erkennen, wie ausgebildete Bergführer reagieren.
Ich habe deinen Bericht gelesen, der auch selbstverständlich allen anderen Usern zugänglich ist. Derzeit sieht es so, dass mit dem Haftpflichtversicherers des Reiseveranstalters eine Eingigung zustande kommt und gleichzeitig kann ich dir mitteilen, dass gegen den angeblichen Skibergführer Robert Curtis ein Verfahren seitens der Bezirkshauptmannschaft eingeleitet wurde. Hoffentlich trifft ihn das mit voller Härte, denn seine Gleichgültigkeit legt er öfters an den Tag.
Auf der Homepage kannst du immer die aktuellsten Sachen nachlesen.
Liebe Grüße
Wolfgang
Dass türkische Bergführer vorgeschrieben sind ist eine protektionistische Massnahme der Türkei. Die Agentur hat keine andere Wahl als solche Leute zu verwenden.
Das österreichische Verkehrsbüro “Ruefa-Reisen” bietet auch heuer noch Besteigungen mit vermutlich derselben türkischen Agentur an. Ruefa schreibt allerdings dem Angebot:
“Wir weisen ausdrücklich daraufhin, dass sämtliche Aktivitäten auf eigene
Gefahr erfolgen. Der Ausbildungsstand des örtlichen Bergführers entspricht
nicht westeuropäischem Standard.”
Von einer “westeuropäischen” Begleitung ist überhaupt nicht die Rede.
Für mich ist klar: Die “Begleiter” oder gewagt “Bergführer” sind Dekoration und nur dazu da, den Bergsteigern Geld abzuknöpfen. Jedenfalls ist für mich klar, falls ich an einer solchen Besteigung teilnehme, muss ich selbst gut genug sein (Ausrüstung und Können) um diese Tour selbständig zu machen.
Hallo Norbert,
du hast recht, es gibt am Ararat zwei große Agenturen die sich nicht in ihr Geschäft dreinpfuschen lassen und die sich auch gegenseitig massiv bekämpfen – z.B. die Konkurrenzagentur (wir hatten Bergführer von Yüksel) hatte vor 2-3 Jahren einen Toten, wobei dieser von unserer Agentur richtig als Trophäe gepriesen wurde. Im Internet konnte man das Nachlesen, wer diesen Toten geborgen hat und wem man das alles in die Schuhe schieben wollte. Diesesmal war es umgekehrt, da unser Rettungsteam von der Konkurrenzagentur war.
Diese konkurrierende Agentur hat uns gerettet, bestohlen und uns dann ins Krankenhaus gebracht. Im KH warteten bereits Kamerateams und jede Menge Journalisten auf uns. Wir haben uns überhaupt nicht ausgekannt und haben die Zusammenhänge erst später erfahren. So läuft das dort unten – das ist ein mieses Geschäft.
Das Angebot von Ruefa kenne ich nicht, ich kann dir aber sagen, dass ein professioneller Reiseveranstalter in Linz “www.bergspechte.at” auch türkische Guides benötigt (wegen der Ortskenntnisse) aber die Bergführer sind immer gut ausgebildete Österreicher, die den Ararat schon bestiegen haben. Österr. Bergführer sind natürlich Top-ausgebildet.
Natürlich ist die Kondition dort oben wichtig (ich hatte 28.000 Höhenmeter in den Füßen bevor ich in die Türkei gereist bin) und die Ausrüstung spielt auch eine wichtige Rolle. Ohne Ortskenntnisse ist das aber sehr gefährlich. Wenn man nur türkischen Guides hat, besteht auch ein eventuelles Kommunkationsproblem – gebrochenes Englisch!
Danke für deinen Eintrag.
Liebe Grüße
Wolfgang